Die Wildnis ruft: Guide für Abenteuerlustige

Abardon punktet mit ungewöhnlichen Spielfeatures, von denen sich andere Entwickler gern ein, zwei Dinge abgucken dürfen.

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Es muss ja nicht immer Action sein! Ein Rollenspiel kann auch eine liebevoll gezeichnete Welt mit viel Tiefgang bieten und dabei ohne die Klickwut eines Diablo auskommen. Abardon ist so ein Spiel, bei dem es um etwas anderes geht, als möglichst schnell viele Monster tot zu klicken und das Sich-in-aller-Ruhe-Umschauen zum Spielprinzip gehört. Dabei gibt’s in diesem Browsergame freilich auch grimmige Gegner, ob nun als menschliche Gegenspieler oder als monströse Bewohner der Wildnis. Diese Auseinandersetzungen finden rundenbasiert im Stil eines Shakes & Fidget oder Hero Zero statt, nur mit wesentlich mehr Analysemöglichkeiten. Doch dazu später mehr.

Abardon

In diesem Text wollen wir zeigen, was das Besondere an Abardon ist, auf ein Stück unserer Reise einladen und vielleicht auch ein paar Hinweise und Tipps geben, wie ihr besser und schneller vorankommt. Für den Einstieg und die ersten Schritte empfehlen wir unsere Abardon-Vorschau als Lektüre. Dieser Erfahrungsbericht richtet sich mehr an Hilfesuchende, die sich bereits einen Überblick verschafft haben und nun wissen möchten, wie sie ihr Spielerlebnis optimieren können.

Ein Troll in der Wildnis Abardons

In Abardon geht es ums Feilen am eigenen Avatar, indem Monster besiegt oder Fertigkeiten trainiert werden. Über gesammelte Erfahrungspunkte erhaltet ihr Zugriff auf weitere Spielelemente wie die Arena oder neue Waffen. Mit jedem Levelaufstieg kommt auch mindestens ein neuer Gegner in der Wildnis hinzu.

Wir sind jetzt Level 9. In der Wildnis treffen wir auf eine breite Auswahl, zum Beispiel auf einen Troll Level 7. Eigentlich sollte der zu schaffen sein. Schließlich steht groß „Einfach“ dran. Außerdem dürfen wir es eh nur mit Monstern aufnehmen, die höchstens unser Level aufweisen, sprich vermeintlich Schwächere. Nun ist der Troll aber ein echter Brocken, das machen zumindest schon mal seine 5600 Lebenspunkte klar. Viel mehr wissen wir von ihm nicht, beispielsweise ob bei ihm eher magische Attacken wirken oder ein hoher Abwehrwert von Vorteil wäre. Erst, wenn wir ihn wiederholt bekämpft haben, bekommen wir Einblick in seine anderen Werte, die uns mehr Aufschluss geben. Das nützt uns jetzt erst mal nichts. Ach, der ist zwei Level unter uns, das wird schon, also auf ihn mit Gebrüll! … Natürlich scheitern wir und das katastrophal.

Ein Spiel für Fummler und Taktiker

Auf den ersten Blick sieht es zwar nicht danach aus, aber eigentlich ist Abardon ein Spiel zum Taktiken ausprobieren, durchtesten und optimieren. Die Herausforderung besteht darin, die richtige Kombination aus offensiven und defensiven Manövern zu finden, mit der ihr mächtige Monster wie den Troll klein kriegt. Klar, das Ganze kann auch über Zeit (Training) gelöst werden. Viele Minuten in mehr Lebenspunkte oder eine höhere Abwehr investiert und Riesenschleimmonster, Giftschlange und Co. sind längst nicht mehr so bedrohlich. Aber das ist ja keine Kunst. Vielmehr reizt es, durch Kämpfe und das Scheitern die Schwachstellen eines Gegners herauszufinden und sie dann mit einer gezielten Strategie auszunutzen. Um bei unserem Beispiel zu bleiben: Der Troll hat zwar einen mächtigen Schwinger und mit „Raserei“ eine besonders fiese Attacke, aber seine Angriffe schlagen bei uns auch nicht selten fehl. Dem Guten scheint es an Genauigkeit zu mangeln. Das können wir mit einem noch höheren Ausweichwert ausnutzen.

Magie will gelernt sein

Auch beim Umgang mit Magien gilt das Ausprobieren-Prinzip. Regene scheint auf den ersten Blick wie gemacht für lange Kämpfe zu sein, regeneriert es doch über mehrere Runden hinweg eure Lebenspunkte. Ein Blick in den Kampfbericht zeigt aber, dass auch der Gegner nach Einsatz des Zaubers geheilt wird. So verliert ihr nicht nur eine Runde, weil ihr nicht angegriffen habt, sondern habt auch jede Menge Magiepunkte eingesetzt, um euren Feind ebenfalls zu heilen. Ein großer Fehler, gerade auf noch niedrigem Level. Sanare ist vorerst die viel bessere Wahl, wenn es um Heilung geht. Dabei gilt es zu bedenken, dass Zauber bei wiederholtem Einsatz stärker und effektiver werden. Es kann sich also lohnen, einen vermeintlich schwachen Zauber so lange einzusetzen, bis er durch die viele Übung doch nützlich wird.

Generell ist die Nutzung von Magie, ebenso wie die von Ausrüstungsgegenständen übrigens, in Abardon etwas, das mit viel höherem Avatarlevel sehr viel relevanter wird. Viele Zauber benötigen ein absurd hohes Level für die Freischaltung und es ist nicht so, dass ihr mit jedem Level-up auch einen neuen Zauber lernen würdet. Auch ihr massiver Magiepunkteverbrauch (skaliert mit Avatarlevel) legt nahe, dass es keine reinen Zauberer in diesem Browsergame geben soll – oder Vollblutmagier es wesentlich schwerer haben als ihre kraftstrotzenden Axtschwingerfreunde, die vorrangig auf physische Angriffe setzen.

Endlich eine neue Rüstung!

Wem das alles noch zu wenig komplex ist, dem bietet Abardon darüber hinaus einen klassischen RPG-Unterbau: Euer Charakter verfügt über ein Inventar mit mannigfaltigen Ausrüstungsmöglichkeiten. Items verschiedenster Art können gefunden, erworben und verkauft werden. Wir sind mittlerweile auf Level 10 aufgestiegen und können uns auf dem Marktplatz mit neuer Ausrüstung eindecken. Eine komplette Zinnmontur der Stufe 10 ist das Ziel. Der Zuwachs an Abwehr und Lebenspunkten kann sich sehen lassen. Spätestens jetzt ist der oben genannte Troll kein Problem mehr.

Das Gute ist, dass ihr vollkommen frei in der Entscheidung seid, wie ihr euren Avatar weiterentwickeln wollt. Klassen- und Rassenbeschränkungen gibt es nicht wirklich. Wir können das gar nicht genug betonen, wie beeindruckend die Freiheit ist: Mit ein paar Trainingsrunden beispielsweise lassen sich Defizite wie zu wenig Geschwindigkeit oder Magieabwehr problemlos ausgleichen. Was gestern noch als Bogenschütze unterwegs war, kann heute schon als Magier glänzen. Die ständigen Wechsel sind gewollt, schließlich müsst ihr euch an neue Monster in der Wildnis stets anpassen. Das System lädt aber auch zum "Verskillen" ein und die Vielzahl an vielen kleinen Schraubstellen ohne Erklärung, wie genau sie zusammengreifen, ist nicht jedermanns Sache.

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