Elvenar Vorschau: Forge of Empires mit Elfen?

Nach dem Release von Tribal Wars 2 und dem eingestampften Rising Generals konzentriert sich InnoGames nun auf Elvenar. Das nächste Projekt in der Pipeline der Hamburger Entwickler ist ebenfalls ein Aufbauspiel mit starkem Strategieeinschlag und erinnert auf den ersten Blick an ein weiteres Werk aus dem Hause InnoGames: nämlich den Cross-Plattform-Titel Forge of Empires.

Altes Gameplay in neuem Gewand oder steckt doch mehr in dem Fantasy-Titel mit den blaufarbenen Elfen? Was Elvenar jetzt schon besser macht als Forge of Empires und wo es noch mächtig hakt – wir haben uns in der aktuellen Closed-Beta-Phase umgesehen, um genau das herauszufinden.

Selbst einen Blick riskieren
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Menschen oder Elfen? Im Endeffekt ist's ziemlich egal.

Zwei Fraktionen und doch alles wie gehabt

Ein erstes Novum im Vergleich zu Forge of Empires ist die Fraktionswahl. Zu Beginn werden wir vor die Wahl gestellt, welchem Volk wir angehören wollen: Die gewitzten und erfindungsreichen Menschen oder naturverbundene Elfen stehen zur Auswahl. Keine ausgefallenen Experimente also. Derzeit existiert auch keine Hintergrundgeschichte, die die beiden Völker einordnen würde. In Sachen Aufbau und Entwicklung gibt es ebenso keine sichtbaren Unterschiede, die auffallen würden. Die Gebäude beider Fraktionen erfüllen die gleichen Funktionen, stellen beispielsweise Werkzeuge her oder sorgen für Kulturpunkte. In einer Stadt der Elfen ist zumindest optisch mehr Bewegung.

Drachen als Händler und gigantische Steinwesen, die Marmor für uns abbauen, das hat schon was.

Wirklich spielerische Auswirkungen, für wen wir uns entscheiden, hat die Fraktion derzeit nicht. Uns steht es frei Nachbarn beider Art zu besuchen, sie zu fördern oder mit ihnen zu handeln. Die beiden Völker liegen nicht im Clinch miteinander oder haben unterschiedliche Wege im Technologiebaum. Lediglich bei den Einheiten erwarten uns Eigenheiten: Elfen setzen früh auf Bogenschützen und Baumwesen, bei den Menschen ziehen wir mit Höllenhunden, Axtbarbaren und Paladinen ins Gefecht.

Auf der großen Karte tummeln sich Mitspieler und freie Provinzen, in denen wir seltene Relikte erbeuten können.

Kampfsystem mit schicker Grafik – aber (noch) wenig Tiefe

Womit wir gleich beim nächsten Punkt wären: den rundenbasierten Kämpfen. Wie in Forge of Empires spielen sich Auseinandersetzungen zunächst in den Provinzen einer Karte ab. Wir müssen zwar nicht kämpfen, sondern können auch mittels Verhandlungen an die Reliquien gelangen, die wir zur weiteren Entwicklung unserer Stadt benötigen. In Anbetracht der teils erheblichen Tauschkosten ist eine kleine Rauferei hier und da jedoch durchaus angebracht. Und siehe da: Elvenar besticht durch eine wesentlich ausgereiftere Grafik in den Kämpfen. Einheiten sind besser animiert, bewegen sich flüssig und lassen Spielraum für mehr. Die Kämpfe insgesamt erinnern eher an die Heroes-Reihe von Ubisoft oder dessen Browsergame Might and Magic Heroes Online als an Forge of Empires. Was ein Pluspunkt ist!

Unser erstes Sumpfmonster als Gegner. Wenn er zuhaut, tut's nicht nur weh: Der Riese sorgt dafür, dass seine Ziele auch schwächer im Angriff werden. Für den Schlachtausgang hat das jedoch wenig Relevanz.

Wer jetzt aber eine ähnliche taktische Tiefe erwartet, wird im Moment enttäuscht: Außer einem simplen Schlagabtausch und der Positionierung auf hindernisreichem Areal ist in der Closed Beta nicht viel drin. Klar hat jede Einheit besondere Stärken und Schwächen, im Endeffekt läuft es aber auf simples Haudrauf hinaus. Aktivierbare Fähigkeiten, Zauber oder die Möglichkeit, dem Gegner für höheren Schaden in den Rücken zu fallen, diese Dinge würden das Kampfsystem von Elvenar sichtlich aufwerten.

Zufällig generierte Hindernisse im Gelände bieten Schutz vor Nahkämpfern.

Nun ist Elvenar nicht vorrangig als Kampfspiel konzipiert. Der Fokus liegt vielmehr auf dem Aufbau-Element. Positiv fällt auf, dass wir einzelne Gebäude upgraden können. Das erhöht in der Regel die Produktionskapazitäten (bei Armeegebäuden mehr Rekruten oder geringere Trainingszeiten), mitunter wird auch ein Umbau des Dorfes fällig, weil sich mit höheren Stufen die Platzanforderungen eines Bauwerks ändern können. Insgesamt finden wir aber wenig Neues als Forge-of-Empires-Veteran, das Ganze wirkt stellenweise wie eine abgespeckte Version des Aufbauspiels – nur eben mit Fantasy-Skin.

Eine fortgeschrittene Stadt der Menschen.

Also doch nur Forge of Empires in neuem Gewand?

Teilweise, ja. Förderungen, Kultursystem, Technologiebaum, das meiste in Elvenar ist bekannt, erprobt und basiert auf besagtem Browsergame aus dem Jahre 2012. Und doch stellt Elvenar eine konsequente Weiterentwicklung dar. Kritikpunkte an Forge of Empires – etwa die grottige Optik in den Kämpfen oder dass Gebäude nicht ausgebaut werden können – flossen klar in die Entwicklung des neuen Spiels ein. In Sachen Feature-Reichtum hängt Elvenar noch eindeutig hinterher: Erwähnt seien an dieser Stelle nur die legendären Bauwerke und die Gildenkriege in Forge of Empires. Im Fantasy-Spiel hingegen geht‘s derzeit mehr oder weniger ums Entlanghangeln am Technologiebaum.

Bleibt die Frage, an wen sich das neue Aufbauspiel in erster Linie richtet? Wer Forge of Empires kennt und sich dort bereits durch die Zeitalter der Menschheitsgeschichte arbeitet, wird in Elvenar nicht viel Neues entdecken. Für Fans von Strategie-RPGs à la Heroes Online ist der Neuzugang in der InnoGames-Familie einen Blick wert, wenn Städtebau wichtiger als taktische Tiefe in Schlachten ist. Genre-Neulinge erwartet ein vergleichsweise simples, aber solide gemachtes Aufbauspiel, das wenig falsch macht und in Zukunft hoffentlich noch an Umfang und Vielfalt zunehmen wird. InnoGames arbeitet mit Sicherheit bereits an weiteren Features.

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