Silent Hunter Online Vorschau: Dynamik und Realismus - aber keine Action

Ubisoft ist einer wenigen Hersteller, die in ihrem reichhaltigen Portfolio eine U-Boot-Simulation haben. Nachdem allerdings der fünfte Teil der Silent Hunter Serie nicht sonderlich erfolgreich war, wurde es einige Zeit lang still um die Reihe. Anfang des Jahres kündigte der Publisher eine kostenlose Online-Version der Marke an. Alles zurück auf Start lautete die Devise. Laut Aussage des französischen Herstellers will man die besten und beliebtesten Elemente der Reihe in diesem Spiel vereinen und mit einigen Neuerungen versehen. Ob an dieser Aussage etwas dran ist oder nicht, haben wir uns bei einem Publisherbesuch mal aus der Nähe angesehen.

Auf geht's gegen die Alliierten

Silent Hunter Online übernimmt viele Elemente des dritten und vermutlich beliebtesten Teils der Marke und pumpt noch eine gehörige Portion Realismus mit hinein. Als Mitglied der Achsenmächte durchkreuzen wir den atlantischen Ozean zur Zeit des Zweiten Weltkriegs. Wir sind Teil eines sogenannten Wolfpacks und müssen uns gegen die Alilierten zur Wehr setzen. So viel zur Ausgangssituation. Wir können entweder allein mit unserer U-Boot-Flotte auf die Unterwasserjagd gehen oder mit drei anderen Spielern im Koop zusammenspielen. Zu Beginn haben wir die Kontrolle über drei verschiedene U-Boote, später werden es natürlich auch mehr. Einen PvP-Modus gibt es traditionell nicht in Silent Hunter. Es handelt sich um ein reines Miteinander auf hoher See.

Dynamische Missionen und viel Realismus

Nachdem wir also mit unseren Booten in See gestochen sind, suchen wir uns selbstständig unsere Missionen. Das kann zum Beispiel die Zerstörung eines gegnerischen Frachters oder einer ganzen Schiffsflotte sein. Je nachdem, wie gut wir uns bei den Aufträgen anstellen, verändern sich die Gegebenheiten für alle anderen Spieler. Je öfter wir beispielsweise eine bestimmte Frachtroute der Engländer angreifen, umso mehr ist diese in den folgenden Missionen durch bewaffnete Boote geschützt. Dass die Entwickler dabei auf einen hohen Grad an Realismus gesetzt haben, merkt man nicht nur an den Originalseekarten von damals. Auch die Reise eines U-Boots ist den realen Entfernungen angepasst. Wir können uns nicht mal schnell an die amerikanische Ostküste beamen. Eine solche Strecke dauert eine gewisse Zeit. Wer ein wenig Geld investiert, kann die Zeit aber verkürzen.

Das ist eure Kommandozentrale.

Jedes Schiff braucht eine Crew

Im U-Boot selbst können wir nahezu alle erdenklichen Dinge selbst in die Hand nehmen. Wir bestimmen den Kurs, die Geschwindigkeit, die Tauchtiefe oder auch wann und welche Torpedos wir abfeuern. Unterstützt werden wir dabei von unserer Crew, die aus verschiedenen Offizieren besteht und die uns viele Aufgaben erleichtern und abnehmen. So sind wir bei den ersten Schritten nicht komplett auf uns allein gestellt. Außerdem verbessern sich die Eigenschaften der Mannschaft im Laufe der Zeit, so dass wir effektiver auf hoher See handeln und agieren. Das ist wichtig, denn das realistische Wetter sowie ein dynamischer Tag- und Nachtwechsel und gegnerische Schiffe verlangen uns alles ab.

Aufgerüstete U-Boote sind gefährliche Kriegsmaschinen

Nicht nur die Offiziere verbessern die Leistungsfähigkeit des Vehikels. In unserem Heimathafen können wir unsere Unterwasserboote mit allerlei Zusatzmodulen aufrüsten. So stehen unter anderem verschiedene Torpedos, Radaranlagen, Periskope oder auch Flakgeschütze zum Einbau bereit, vorausgesetzt wir haben die nötigen Geldmittel erspielt. Auch hier lässt sich das Ganze durch bare Münze abkürzen, aber es gilt Ubisofts Grundsatz, dass jedes Teil auch mit genügend Zeit zu erspielen ist. Zusammen mit anderen Spielern geht das natürlich auch und zwar ein wenig schneller, als wenn wir allein unterwegs wären.

Hier ist das historisch originalgetreue Raster auf der taktischen Karte zu erkennen.

Echzeitkämpfe? Nur in der Miniausgabe!

Die von Ubisoft versprochenen Echtzeitkämpfe sind etwas hochgegriffen. Das Einzige, was in Echtzeit dargestellt wird, sind die direkten Konfrontationen und selbst diese sieht man nur durch das Periskop. Hier wäre ein größerer Bildausschnitt von Vorteil gewesen. Dafür sieht der Rest des Spiels aber schick aus, kein Wunder, hat der österreichische Mitentwickler Sproing doch Zugriff auf die ganzen Materialien des fünften Teils bekommen. Bis zum Release des Spiels sollte sich aber vor allem an der Kampfdarstellung etwas ändern, sonst wird vieles von der versprochenen Atmosphäre einfach verpuffen.

Einschätzung: Silent Hunter Online ist ein Spiel von Fans für Fans. Man muss diese Art von Spiel mögen, denn schnelle Action sucht man hier vergebens. Es geht eher gemächlich zur Sache, aber das dafür äußerst realistisch. Liebhaber des dritten Teils kommen voll auf ihre Kosten, der Rest sollte Silent Hunter Online auf jeden Fall mal Probe spielen, vielleicht wird der eine oder andere von der Faszination U-Bootkrieg gepackt.

Silent Hunter Online

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