Rising Generals Vorschau: Aufbaustrategie mit Sofort-Effekt

Auf den ersten Blick folgt die Neuankündigung ganz der Linie des Hamburger Spielebetreibers Innogames: wieder PvP-Strategie, wieder inklusive Mobile, wieder free-to-play. Man könnte meinen, keine Überraschung und alles wie gewohnt. Beim näheren Hinsehen aber markiert Rising Generals neue Meilensteine für das Unternehmen, das mit Forge of Empires derzeit große Erfolge verbucht. Rising Generals ist das erste Cross-Plattformspiel von InnoGames, das nicht in vergangenen Epochen der Menschheitsgeschichte angesiedelt ist. Keine Steinzeit, keine Paladine wie in Die Stämme und auch keine griechischen Götterhelden, sondern moderne Kriegsführung in der Zukunft. Und es ist die erste Produktion des Unternehmens auf Basis der Adobe-Air-Technologie. Auch in Sachen Gameplay schlagen die Entwickler neue Pfade ein: Sofortiges Rekrutieren von Einheiten und direkter Einsatz ermöglichen schnelleres Agieren in kurzen Sessions statt des sonst üblichen langwierigen Aufbaus. Die Einweihung des neuen InnoGames-Büros am vergangenen Freitag haben wir zum Anlass genommen, uns Rising Generals kurz genauer anzusehen und mit den Verantwortlichen zu plaudern. Nach zwei Jahren Entwicklungszeit fühlt sich InnoGames nun bereit für den nächsten Schritt. Diesen Sommer soll die englische Beta-Testphase beginnen, zunächst für die Browserversion und Android – iPad-Spieler müssten sich etwas länger gedulden. Abhängig vom Feedback der Tester plant das Unternehmen noch in diesem Jahr die Tore vollends aufzustoßen und jedem aufstrebenden General eine Einsatzbasis auszuhändigen.

Worum geht’s in Rising Generals?

Als Kommandant über einen Militärstützpunkt sind wir verantwortlich für Ausbau und Verteidigung des uns anvertrauten Gebietes. Es gilt, möglichst schnell eine Armee auf die Beine zu stellen, mit der wir neutrale Stellungen erobern und andere Spieler in die Schranken weisen. Unsere Heimatbasis bleibt dabei immer ein sicherer Hafen, denn im Gegensatz zu Außenposten kann sie nicht von anderen erobert werden. Tief unter der Erde treiben wir Forschung voran und rüsten uns für die kommenden Schlachten. An der Oberfläche wiederum beherrschen gepanzerte Fahrzeuge, später auch Kampfhubschrauber und Flugzeuge das Schlachtfeld. Jede Einheit besitzt Stärken und Schwächen. Wie beim Stein-Schere-Papier-Prinzip können wir mit dem passenden Mix selbst zahlenmäßig überlegene Armeen vernichtend schlagen. Spione übernehmen das Auskundschaften und die Warnung vor unliebsamen Überraschungen, bevor wir zum Überfall oder Eroberungsfeldzug aufbrechen. Die Schlachten selbst laufen dann in schicken 3D-Animationen ab, jedoch ohne eine Möglichkeit, direkt ins Kampfgeschehen einzugreifen.

Keine Kampfberichte, keine Tabellen: Die Gefechte in Rising Generals werden mit schicken Animationen ausgetragen.

Im Unterschied zu vielen anderen Vertretern des Aufbaugenres liegt der Fokus von Rising Generals viel mehr auf der Armee und weniger auf Ressourcenmanagement. Deutlich wird diese Ausrichtung durch den Wechsel hin zu unmittelbarer Einsatzfähigkeit. Brauchen wir Truppen oder Ressourcen, gibt’s die sofort! Wartezeiten folgen dann in der Regel als Cooldown im Anschluss. Dadurch wird eine völlig andere Spielweise gefördert, die Smartphone-Nutzern entgegenkommt: Kurz einloggen, Truppen losschicken, Schlachtgeplänkel bewundern und wieder raus. Alles in ein, zwei Minuten. Vorausschauende Planung ist natürlich weiterhin von Nöten, um dauerhafte Erfolge zu feiern. Die frustrierende Situation, nach dem Login nichts weiter tun zu können als neue Ausbaustufen in die Bauschleife zu schicken, wird so jedoch umgangen.

Für Wischer und Teamplayer entwickelt

Abgesehen von den Schlachten bietet Rising Generals kein optisches Feuerwerk, aber zumindest eine solide und funktionale Benutzeroberfläche, die für Touchscreens mobiler Endgeräte konzipiert wurde. Menüführung und Zoom sind intuitiv, ebenso gestaltet sich der Abstieg zu den einzelnen Etagen unserer unterirdischen Basis wie gewischt. Apropos Zoomstufen: Je weiter man herauszoomt, umso mehr wird klar: Eine riesige Spielwelt steht uns für unsere Eroberungen zur Verfügung. Geplant sind Server mit bis zu 40.000 Heimatbasen, die entweder unabhängig agieren oder sich in Allianzen, in Rising Generals Battle Groups genannt, zusammenfinden, um gemeinsam die Kontrolle über einzelne Distrikte, große Regionen oder gar ganze Kontinente zu erlangen.

Auch die Browser-Version orientiert sich an der Benutzeroberfläche für Handys.

Wir müssen uns entscheiden, ob wir unsere Nachbarn ausplündern oder mit ihnen Bündnisse eingehen. Schließlich behält jeder seine Hauptbasis, "einfach alles plattmachen" funktioniert nicht. Die vollkommene Vereinnahmung eines Distrikts ist durch Vertreibung unserer Gegner dennoch möglich. Ähnlich wie in Command & Conquer Tiberium Alliances wird die Kontrolle gemeinsamer Gebiete so der Schlüssel zum Sieg. Die Entwickler verzichten jedoch auf eine Dynamik wie in EA’s Browsergame: Das Umziehen mit der eigenen Hauptbasis ist nur erlaubt, wenn wir zusammengeschossen wurden oder längere Zeit inaktiv waren. Gerade im späteren Rundenverlauf, wenn es keine neutralen Stützpunkte mehr gibt und PVP zur vorherrschenden Art zu Kämpfen geworden ist, werden Battle Groups das Geschehen in Rising Generals dominieren. InnoGames tüftelt zurzeit an einem Endgame-Szenario, wollte Details dazu aber noch nicht preisgeben. Die erste Beta-Welt ist für eine Rundendauer von 6-7 Monaten ausgelegt. Wie in Grepolis wird es in Zukunft aber auch Weltenstarts mit unterschiedlichen Settings und Siegbedingungen geben. Spätestens zum Open-Beta-Start wird die deutsche Version verfügbar sein. InnoGames plant, den Launch in 22 Sprachen binnen zwei Wochen, sowohl für die Browser- als auch die Mobile-Versionen.

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