Browsergames und mögliche Risiken

Bei Browserspielen wird, wie der Name schon sagt, der Internetbrowser als Benutzerschnittstelle verwendet.

VPN

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Mehrere hunderttausend Spieler gleichzeitig können sie spielen. Der Zugang zum Game gestaltet sich daher sehr einfach, da meist keine Kopie des Spiels erworben werden muss. Gerade heutzutage kann der Download eines Games schon einmal mehrere Gigabyte an Speicherplatz einnehmen. Zudem sind die Spiele zunächst kostenlos, erst innerhalb des Spiels können dann In-Game-Käufe anfallen.

Dieser einfache Zugang macht die Spiele sehr attraktiv, und die Anzahl der Spiele ist seit SOL explodiert. Die Werbeblöcke im Fernsehen – bei denen selten einer ohne Werbung für Browsergames auskommt – sind eindeutige Beweise. Ein beliebtes aktuelles Browserspiel ist bspw. Forge of Empires.

Doch trotz aller Beliebtheit gibt es auch Risiken bei Browsergames, auf die man achten sollte. Dieser Artikel stellt die möglichen Gefahren durch Browsergames dar und zeigt die Lösungen durch die Nutzung eines Virtual Private Networks (VPN) auf.

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Farmerama ist immer noch ein glänzendes Beispiel, wie lange Browsergames motivieren können und wie komplex sie mittlerweile sind.

Datenklau als Sicherheitsrisiko

Ein erstes Sicherheitsrisiko kann schon das Festlegen eines zu schwachen Passworts für das Benutzerkonto sein. Abhilfe kann ein Passwortgenerator schaffen, der ein starkes Passwort erschafft und dann in einem virtuellen Safe abspeichert. Eine kurze Suche bei Google oder im App-Store liefert hierfür schnell Ergebnisse. Wie bereits anfangs erwähnt, sind Browserspiele augenscheinlich kostenlos, es können später aber Kosten für Modifikationen wie bessere Waffen, Outfits etc. anfallen.

Hierfür arbeiten manche Spiele nach der sogenannten "Flaschenhalsmethode“. Das bedeutet, dass ein Weiterkommen ohne teure Extras nur schwer oder gar nicht möglich ist.  Für den Kauf muss eine Zahlungsart hinterlegt werden, wie z.B. eine Kreditkarte. Diese Daten können wiederum kriminelle Personen abfangen und missbrauchen. Auch die Möglichkeit, in manchen Spielen "hochgelevelte“ Charaktere zu kaufen, öffnet die Türen für Cyberkriminalität und Betrug. Man kann solche Charaktere teilweise auf virtuellen Marktplätzen wie z.B. Amazon kaufen.

Potenzielle Gefahren für Minderjährige

In den letzten Jahren ist ein neuer Begriff entstanden: Cybergrooming. Das bedeutet, dass sich ein virtueller Charakter als eine andere reale Person hinter dem Avatar ausgibt, als sie in Wahrheit ist, und einen Minderjährigen so zu einem Treffen überredet. Bei Browserspielen herrscht nämlich bisher noch keine Registrierungspflicht. Meist genügt ein Fantasiename und eine gültige E-Mail-Adresse. Vor kurzem wurde diskutiert, ob es zu einem Gesetz kommen soll, das vorschreibt, dass sich Spieler durch einen Personalausweis identifizieren müssen. Das schränkt aber wiederum den Zugang für Kinder und Jugendliche ein, die unter 16 Jahren noch keinen Ausweis besitzen. Mehr zur Diskussion hier.

Doch vor allem für Kinder können Browsergames zwar viel Spaß bedeuten, gleichzeitig aber auch hohe Risiken. Sie sind am anfälligsten für die Gefahren. Was nicht bedeuten soll, dass Erwachsene davon ausgenommen sind. Unbekannte können unter Vorwand persönliche Daten, wie Passwort oder E-Mail-Adresse, entwenden.

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Angriffe auf Server bergen Gefahren

Sobald man sich mit dem Server des Browsergames verbindet, gibt man Daten von sich preis. Diese Daten können andere Spieler über die IP-Adresse abgreifen. Dadurch ist es Unbekannten möglich, einen sogenannten DoS-Angriff zu starten (DoS steht für Denial of Service). Dabei wird ein Server mit so vielen Anfragen bombardiert, dass er im schlimmsten Fall einfach zusammenbricht. Es gab bereits bekannte Ziele wie die Server von Amazon, Yahoo oder eBay.

Eine weitere sensible Information, die durch die IP-Adresse ersichtlich sein kann, ist der aktuelle Standort. Dieser wird stets bei jeder Suchanfrage übermittelt, was man leicht anhand von Google-Suchergebnissen nachvollziehen kann. Der Standort kann für ein sogenanntes Swatting missbraucht werden. Dabei schickt ein Unbekannter eine Polizeieinheit unter dem Vorwand einer bedrohlichen Situation zum Haus des Spielers. Dies ist ein Extremfall, ist aber schon vorgefallen. Vor ein paar Monaten nahm das FBI in den USA einen Streamer fest, der genau das getan hatte.

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Vorteile der VPN-Nutzung

Hier kann ein VPN helfen, indem es die IP-Adresse des Spielers verschleiert. Nur der Spieler selbst und der Server des Browsergames können die Daten entschlüsseln. Es wird ein Tunnel aufgebaut, der nicht von außen einsehbar ist. Denn der Spieler tauscht ständig Informationen mit dem Server des Spiels aus. Ein VPN kann zudem dafür sorgen, dass sich die Geschwindigkeit der Spiele erhöht. Wenn sich der Spieler weit entfernt vom eigentlichen Server des Spiels befindet, erhöht sich die Ping-Zeit (auch Latenz genannt); also die Zeit, die ein kleines Datenpaket vom eigenen Gerät zum Server im Internet und zurück benötigt. Die Latenz kann durch VPN verringert werden, wenn sich der VPN-Server näher am Spiele-Server befindet.

Zusammenfassend bieten Browserspiele einen leichten technischen Einstieg und schnellen Spielespaß mit einer je nach Spiel riesigen Community. Doch da alles online abläuft, bringen die Spiele auch Risiken mit sich. Diese können mit einem guten VPN effektiv verringert werden.

 

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