Miramagia Test: Zauberlehrlinge und Gärtner im Test

Die magische Gartenbau-Simulation von Travian Games lockt viele Hobby-Gärtner und Freunde der Magie gleichermaßen an. In Miramagia steht das Kräuterzüchten zwar im Vordergrund, doch ganz ohne Magie kommen die Zauberlehrlinge hier nicht voran. Nach dem erfolgreichen Strategiespiel Travian und dem altertümlichen Rollenspiel Travianer beschäftigt sich Travian Games mit den Themen Magie und Kräuterzucht. Also schlüpfen auch wir in die Rolle einer kleinen, knubbeligen Hexe und erkunden die Dörfer der zauberhaften Gartenbau-Simulation mal auf eigene Faust.

Mein Haus, mein Hof, mein Drache

Gerade erst angekommen in Miramagia begeben wir uns auf die Suche nach unserem eigenen Haus. Gar nicht mal so einfach, wenn uns der blaue Tutorial-Dschinn bei der Suche nicht behilflich wäre, denn das Dorf ist voller junger Zauberlehrlinge. Kurz darauf stehen wir also vor unserer 'Hütte', die von zahlreichen fliegenden Viechern belagert wird. Im Haus sehen wir alles, was unsere Hexe betrifft, im Überblick. Da wir zu Beginn jedoch lediglich als Zauberzögling die Welt erkunden, können wir noch nicht mit außergewöhnlichen Errungenschaften protzen. Doch keine Sorge, das lassen wir uns später nicht entgehen! Neben unserem Hexenhäuschen finden wir einen Vorgarten, den wir später auch mit allem Pipapo aufhübschen. Die dazu benötigten Dekorationsgegenstände finden wir im städtischen Hexe-Emma-Laden. Nun begeben wir uns zum Hof und bauen dort erste Karotten an. Scheinbar sind Karotten in der zauberhaften Welt von Miramagia unabdingbar. Um uns herum finden wir außerdem viele Bauplätze, die sicherlich nicht lange leer stehen werden. Doch neben den Beeten erblicken wir ein ganz mysteriöses Drachenei und halten zunächst doch lieber etwas Abstand. Sicher ist sicher!

Ein Dorf hält zusammen

Im Zentrum des Dorfes treffen wir andere Bewohner. Über das Schwarze Brett bleiben wir mit den anderen Zauberlehrlingen stets in Kontakt, sehen die Top 3 Dorfbaumpfleger ein und erfahren mehr über den Dorfältesten. Der Dorfbaum ist der Mittelpunkt eines jeden Dorfes und eine Art Statussymbol. Nur wenn alle Bewohner an einem Strang ziehen und den Baum regelmäßig pflegen, erreicht dieser die nächste Wachstumsstufe und beschert allen Dorfbewohnern Erfahrungspunkte. Ärmel hochkrempeln und gemeinsam schuften ist angesagt. Zudem können wir im Zentrum des Dorfes unsere Ernte an den Mann bringen und so zusätzlich Geld erwirtschaften. Der Dorfschulze, der uns an der nächsten Ecke erwartet, hält viele verschiedene Wettbewerbe für uns bereit, an denen wir jederzeit teilnehmen können. Doch zuvor sollten wir unsere Questies versorgen, immerhin verharren sie schon seit Stunden auf unserem Hof.

Her mit dem Auftrag, Questie!

Eine lange Schlange bildet sich so langsam an unseren Beeten. Bartige, ältere Herren und häkelnde Damen warten ganz ungeduldig auf unsere Ernte. Tag für Tag suchen uns fünf der Questies auf, die allerdings Tonnen Grünzeug bei uns bestellen. Da hat unsere Hexe tatsächlich viel Arbeit vor sich. Wahrscheinlich möchten die Questies aus 130 Karotten einen magischen Möhreneintopf zaubern. Die Anzahl an unbepflanzten Kacheln auf unserem Gelände hält sich eher in Grenzen. So können wir nicht mehr als 15 Kacheln mit den heiß begehrten Karotten und Rosen bepflanzen, so dass wir uns mit den wartenden Questies wohl so langsam anfreunden müssen. Die verbliebene Wachstumszeit unserer Produkte wird uns angezeigt, so dass wir es wieder pünktlich zur Ernte unsere Beete aufsuchen müssen und uns während dessen anderen Dingen widmen können. Schon bald pflanzen wir sogar riesige Kürbisse und Wildtrauben an. Besonders angetan haben es uns die Zylinderschwammerl, die auch bei den Questies beliebt zu sein scheinen. Mit dem Sehgras, das wir uns einfach mal gönnen müssen, wirken unsere Felder gleich schauderhaft und gruselig - eben so, wie es sich bei einer Hexe auch gehört! In Miramagia finden wir noch viele weitere Pflanzen, darunter einige gewöhnliche, doch auch allerlei außergewöhnliches Gewächs, das wir so schnell nicht mehr vergessen werden.

Hoppeldidan, Hoppdeldidun, zwei Mal Wolkenbruch - Das ist unser Zauberspruch!

Unser Repertoire an Zaubersprüchen ist zu Beginn von Miramagia noch stark begrenzt. Doch schon bald trumpfen wir mit unserem ersten Zauber der Kategorie 'Feldarbeit'. In Miramagia müssen wir uns nämlich nicht die Finger schmutzig machen, denn hier verläuft alles wie von Zauberhand. Irgendwie haben wir uns etwas mehr von den Feldarbeit-Zaubersprüchen versprochen. Für die Vernichtung von Saatgut, zum Säen und Ernten benötigen wir eigentlich keinerlei Magie, doch in Miramagia geht nichts ohne Zauberei vonstatten. In der Zaubersammlung 'Wolkenbruch' finden wir zudem Sprüche, mit denen wir alle unsere Pflanzen gießen können. Zudem gibt es noch die Zaubersprüche zum 'Vaporisieren', also zum Entfernen der Hindernisse auf unseren Feldern, Zaubersprüche der Kategorie 'Grüner Daumen’, 'Narreteien’, 'Hausnarr’, 'Feiern und Feste’, 'Drachenmorphologie’ sowie 'Kurzstreckenteleportation’. Obwohl einige Zaubersprüche, darunter hauptsächlich die Feldarbeit-Sammlung, nicht sonderlich spannend sind, gibt es doch einige Sprüche zu entdecken, die einzigartig sind. So ermöglichen uns die Party-Zauber beispielsweise ein riesiges Feuerwerk oder ein dickes Geschenkpaket für andere Spieler. Doch wirklich gespannt sind wir auf die Sammlungen der Kategorien 'Narreteien’ und 'Hausnarr’, denn diese Sprüche klingen doch schon mal vielversprechend. Natürlich sind sie noch nicht sofort verfügbar, denn einige Zauber müssen nach und nach freigespielt werden. Doch haben wir diese Zaubersprüche einmal drauf, dann können wir uns zurücklehnen und alle anderen Zauberlehrlinge aufs Korn nehmen. Siehe da: Wir werden nicht enttäuscht! Mit dem Zauber Piggeligi, Piggelidum verzaubern wir andere Mitspieler in kleine, grunzende Ferkel! Doch bisher ist uns noch kein Ferkel über den Weg gelaufen und hoffentlich bleiben wir auch selbst von diesem Zauber verschont. Dank Hoppeldidam, Hoppeldidum verpassen wir anderen Spielern fiese, aber trotzdem sehr niedliche Hasenohren, mit denen sie dann eine Weile umherhoppeln müssen. Solche Art der Magie wünscht sich doch jedes Kind! Sprüche der Kategorie 'Hausnarr' verwandeln die Häuser anderer Zauberlehrlinge. So können wir beispielsweise eine Hütte in ein Schneckenhaus oder in eine köstliche Torte verzaubern. Mit kreativen Zaubersprüchen macht auch das Kräuterzüchten viel mehr Spaß. Doch einen Zauber können wir nicht einfach so entgehen lassen und läuten in Miramagia die Pilzsaison an. Einer unserer zauberhaften Freunde wird sich beim nächsten Login bestimmt über sein Haus in Form eines Fliegenpilzes freuen.

Genug gezaubert, jetzt wird gefuttert!

Wann ist denn das Vieh aus dem Ei geschlüpft? In der Drachenhütte, die wir soeben ausgebaut haben, ist nun ein kleiner roter Drache mit einem riesigen Kopf, der die Hütte ganz für sich allein eingenommen hat. Das Tierchen sieht recht hungrig aus und wahrscheinlich wird es zum feuerspeienden Monster, wenn nicht gleich der Napf wie von Zauberhand gefüllt wird. Die Drachenfütterung geht eigentlich recht unblutig vonstatten, immerhin müssen wir nur ein Schälchen, eine mittlere Dose oder eine XL-Futtertüte öffnen und schon ist unser Schützling versorgt. Unser roter Liebling kann nur wachsen, wenn wir die Drachenhütte ausbauen. Doch bis dahin lassen wir uns noch ein klein wenig Zeit, denn große Drachen verputzen im Nu auch locker XXL-Portionen. Eigentlich ist unser 'Draco',  so heißt der Drache nämlich, ganz nützlich. Freiwillig hilft er uns beim Entfernen der Hindernisse auf unseren Feldern und je größer er ist, desto schneller führt er diese Aktionen auch aus. Außerdem lieben die kleinen Pummelfeen unseren Drachen. Mit dem Erreichen einer bestimmten Ausbaustufe lockt Draco weitere Feen an, die uns bei der Pflege der Kräuter behilflich sind. Somit sind die dicklichen Wesen sehr hilfreich, denn sie pflegen und hegen das Gewächs und verkürzen auf diese Weise sogar die Wachstumszeit.

Hexen auf Reisen: Weg mit dem Zauberstab, ab ins Portal!

Wer gedacht hätte, dass wir uns in einen Bahn setzen oder uns gar zu Fuß in die Stadt bewegen, liegt einfach falsch, denn in Miramagia teleportieren wir uns ganz einfach zum beliebigen Ort. Ziel unserer heutigen Reise: Die Stadt, denn dort gibt es einige Gebäude zu erkunden. Neben dem Marktplatz, an dem wir unsere eigenen Produkte verkaufen können, interessiert uns auch der Hexe-Emma-Laden, in dem wir auch Saatgut, Drachenfutter und Deko kaufen können. Außerdem werden wir dort unser nicht mehr benötigtes Zeug los und erhalten dafür natürlich reichlich Gold.   In der Stadt finden wir auch die Magierakademie, in der wir allerlei Zaubersprüche erwerben können. Doch für lau gibt es die neuen Zauber natürlich nicht, zumeist müssen wir jede Menge Goldmünzen, Karotten, Rosen, Wildtrauben und andere Ernteerzeugnisse hinblättern. Das Rathaus hingegen versorgt uns mit vielen Zahlen. Dort können wir alle nur erdenklichen Ranglisten einsehen. Mitten in der Stadt treffen wir noch auf den Mana-Händler, bei dem wir Gold gegen Mana eintauschen können. Diesen Tauschhandel müssen wir zusätzlich mit Rubinen (Miramagias Premium-Währung) unterstützen. Doch wer etwas Geduld mitbringt, erhält Mana natürlich automatisch dazu.

Pro
leichter Einstieg
niedlicher, leicht verständlicher Tutorial-Dschinn
witzige Zaubersprüche
einzigartige Pflanzen
eine ganze Stadt und ein großes Dorf zum Erkunden
lustige, bunte Grafiken
täglich neue Questies mit langen Auftragslisten
Dorfzentrum inklusive Dorfbaum ermöglicht umfangreiche Interaktion mit anderen Spielern
niedlicher Begleiter - der Drache
hilfreiche Unterstützung durch Feen
Erfolge sorgen für Motivation
Contra
Steuerung umständlich, da Charaktere teilweise lange Wege zurücklegen müssen
zu Beginn nur gewöhnliches Gewächs
zunächst stehen nur einfache Erntezauber zur Verfügung
Erkundung des Dorfes und das Auffinden der eigenen Bereiche gestaltet sich mühselig
mehr Interaktion mit dem Drachen wünschenswert

0/5 Sterne

Wertung Grafik: 85 von 100 Einstieg / Handling: 65 von 100 Abwechslung / Spielspaß: 75 von 100 Originalität: 65 von 100 Gesamtwertung: 72 von 100

Fazit

Wer Miramagia für einen Abklatsch zahlreicher Bauernhof-Simulationen hält, der liegt schlichtweg falsch. Natürlich muss in Miramagia gepflanzt und geerntet werden, doch hier geschieht alles wie von Zauberhand. Mit allerlei Zaubersprüchen ernten Spieler die Felder ab - zugegeben, bei einem großen Feld wird auch dies zu einem leicht erschöpfenden Klickerlebnis. Dennoch versorgen niedliche, etwas dicklich geratene Pummelfeen zusätzlich das magische Gewächs. Die Bauplätze sorgen dafür, dass im weiteren Spielverlauf der magischen Kräuterzucht-Simulation zusätzliche Bauten hinzukommen, die für reichlich Abwechslung sorgen. So wird nicht nur der eigene magische Zirkel fortwährend ausgebaut, sondern beispielsweise auch die Drachenhütte - inklusive dem feuerspeienden Monster - und das Lagerhaus. Zudem ist der Drache zwar unser liebstes Tierchen, doch so richtig viel können wir nicht mit ihm anfangen. Er ist uns auf dem Feld nützlich, verputzt unsere mühsam angeschleppten Futterportionen, doch damit hat es sich auch schon erledigt. Wie wäre es mit gemeinsamen Quests für Drache und Magier oder mit besonderen herausfordernden Aufträgen für den Drachen? Einen besonderen Reiz machen in Miramagia auch die zauberhaften und außergewöhnlichen Pflanzen aus, die in keiner anderen Simulation zu finden sind. Da ist das gewöhnliche Gewächs, das uns zu Beginn des Browsergames zur Verfügung steht, eher demotivierend. Die Grafik des kostenlosen Browsergames Miramagia ist kunterbunt, dennoch auf Dauer nicht übertrieben. Unsere Hexe folgt stetig unserem Mausklick und rennt so von einem Dorfende zum anderen. Ab und zu kommt es doch schon vor, dass die Hexe längere Strecken zurücklegen muss und daher eine längere Wartezeit vonnöten ist, was die Steuerung etwas mühselig gestaltet.

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