World of Tanks: “Fury” demnächst im Kino und schon jetzt im Spiel

Es ist April 1945, wir befinden uns in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs. Die alliierten Streitkräfte haben die Wehrmacht weit ins Gebiet des deutschen Reichs zurückgedrängt. Die fünfköpfige Besatzung des "M4A3E8 Sherman"-Panzers ist Teil einer letzten Offensive gegen die Nazis, um den Krieg endgültig zu beenden. Unter der Führung des kriegserfahrenen Staff Sergeants Don “Wardaddy” Collier (Brad Pitt) soll der mit dem Spitznamen “Fury” getaufte Panzer als Teil einer ganzen Division die Entscheidung bringen. Die Truppe ist schon seit Nordafrika zusammen und mittlerweile kriegsmüde geworden. Die Gräuel des Krieges und der ständige Kampf ums Überleben haben deutliche Spuren hinterlassen. Dies ist die Ausgangssituation für die Handlung des Films “Herz aus Stahl” (im Original “Fury”), der bei uns ab dem 1. Januar 2015 im Kino startet.

Kritik

Regisseur David Ayer, bekannt für knallharte Cop-Thriller wie “End of Watch” oder “Training Day”, versucht sich mit “Herz aus Stahl” an einem historischen Stoff. Seine Handschrift merkt man dem Film auch direkt in den ersten Minuten an. Jedes brutale Detail des Kriegsalltags wird dem Zuschauer schonungslos präsentiert. Plattgefahrene Leichen und zerfetzte Gesichter werden gezeigt, was der Kriegsatmosphäre einerseits zu gute kommt, an der einen oder anderen Stelle aber allzu effektheischend eingesetzt wird. Stellenweise erinnerte mich der Film an solche Kriegsepen wie “Der Soldat James Ryan”, da es einige Parallelen zu Steven Spielbergs Kriegsdrama gibt. Etwa der durch Logan Lerman verkörperte Private Norman Ellison, der widerwillig an die Front versetzt wird und direkt als Bordschütze in der Panzercrew von Wardaddy (Brad Pitt) landet. Er repräsentiert das gute Gewissen und versucht sich seine Empathie im vom Töten bestimmten Alltag zu erhalten. Der Rest der Truppe, in Nebenrollen durch Shia LaBeouf, Michael Pena und Jon Bernthal erstklassig besetzt, steht dazu im krassen Gegensatz. Hier funktioniert “Herz aus Stahl” für mich am besten, wenn er das Gefüge und das Zusammenspiel innerhalb der Panzerbesatzung zeigt. Jeder geht mit seinen Kriegserlebnissen anders um und immer wieder kommt es unter den Crew-Mitgliedern zu Konfrontationen. Dabei wird das Motiv von “Krieg ist grausam” und “Kämpfe oder stirb” zwar allzu plakativ eingesetzt, überzeugt aber durchaus durch die darstellerische Umsetzung.

Der Film, der durch seine realistische Ausstattung und das zur Schau stellen des durch den Krieg gestörten Innenlebens seiner Protagonisten versucht, ein realistisches Kriegsbild zu geben, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, warum er an vielen Stellen in einen B-Movie-Actionstreifen verfällt, der jegliche Nachvollziehbarkeit vermissen lässt. Wenn Brad Pitts Charakter im dicksten Kriegsgetümmel am MG einen Wehrmachtssoldaten nach dem anderen abknallt, der wie ein aufgeschrecktes Huhn vor sein Visier läuft und dabei in gebrochenen Deutsch markige Rambosprüche a la “Schick mir mehr Schweine zum Schlachten!” vom Stapel lässt, verliert mich der Film völlig und unfreiwillige Komik kommt auf. Schade, denn die ansonsten im Film vorkommenden Actionsequenzen, vor allem bei den Panzerkämpfen, hat man in ihrer Inszenierung und Intensität so selten erlebt. Geräusche von Panzergeschossen und Querschläger, die nur wenige Meter an den Soldaten vorbeizischen, werden eindrucksvoll in Szene gesetzt.

Fazit

In seinen besten Momenten überzeugt mich “Herz aus Stahl” mit seiner dreckigen und deprimierenden Kriegsatmosphäre. So sind die Actionsequenzen überzeugend umgesetzt worden, wenn auch an vielen Stellen arg unrealistisch. Leider ist auch dieser Film von zahlreichen Hollywood-Klischees durchsetzt, die das Gesamtbild trüben. Brad Pitt in heroischen Posen und mit obligatorischer oberkörperfreier Szene oder das völlig übertriebene, jeglicher Logik entbehrende Ende sorgen für Ernüchterung. Wer sich ein realistisches Kriegsdrama erhofft, wird enttäuscht. Als packender Actionfilm mit guten Darstellern kann “Herz aus Stahl” aber durchaus überzeugen.

Der “Fury” in World of Tanks

Entwickler Wargaming nimmt den Kinostart zum Anlass, den im Film verwendeten Sherman-Panzer detailgetreu in das free-to-play Panzerspiel World of Tanks zu integrieren. Damit Fury, der für Wargaming eigentliche Star des Films, dabei auch gut aussieht, wurde das Modell des Panzers bis ins kleinste Detail nachgebaut, samt dem drohenden Schriftzug “Fury”, welcher auf das Kanonenrohr gepinselt wurde. Fury ist ein mittlerer Panzer der Stufe VI, der über eine gute Sichtweite, ordentliche Feuer- und eine hohe Fahrgeschwindigkeit verfügt. Seine Wendigkeit macht ihn zur optimalen Wahl beim Ausmanövrieren von Gegnern. Doch wie auch im Film deutlich wird, ist Fury nicht dafür gemacht viel Schaden einzustecken. Deutsche Panzer waren den amerikanischen während des Zweiten Weltkriegs technologisch überlegen und so kann es etwa ein Tiger-Panzer in “Herz aus Stahl” mit mehreren Shermans gleichzeitig aufnehmen. Fury eignet sich daher im Spiel am besten als Unterstützer, der Schlüsselstellungen einnimmt, gegnerische Fahrzeuge aufklärt und deren Ketten beschädigt. Der M4A3E8 “Fury” im Detail:

Struktur750
Gesamt-/Höchstgewicht (t)34,49/38
Motorleistung (PS)500
Höchstgeschwindigkeit (km/h)41,8
Wendegeschwindigkeit (°/s)44
Wannenpanzerung (Front/Seiten/Heck mm)63/38/38
Turmpanzerung (Front/Seiten/Heck mm)63/63/63
Standardschaden86-144
Standard-Durchschlagskraft (mm)96-160
Feuergeschwindigkeit (Schuss/Min.)18,18
Turmdrehgeschwindigkeit (°/s)38
Sichtweite (m)370
Funkreichweite (m)570

Wargaming stellt nur eine begrenzte Anzahl an Furys zur Verfügung, die ihr zurzeit bereits im Premiumladen erwerben könnt. Sammler unter euch haben also jetzt die Möglichkeit, sich diesen limitierten Panzer aus dem Film für den stolzen Preis von 26 Euro zu sichern, bevor der Verkauf eingestellt wird. 

Links der "Fury" im Film und rechts sein Pendant im Spiel

Quelle: Spiel, Film, Pressemitteilung

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