Master X Master Vorschau: Charakter wechsel dich

Vor kurzem wurde uns die Ehre zuteil, das kommende Line Up von NCSoft mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Neben neuen Inhalten für die bereits erhältlichen Spiele Guild Wars 2 und WildStar hatte der koreanische Hersteller zudem ein bislang eher unbekanntes Spiel im Gepäck. Wer sich auf dem asiatischen Markt etwas auskennt, hat sicherlich schon etwas von Master X Master gehört. Es handelt sich dabei um das erste MOBA des Publishers, mit dem man in diesem Genre mitmischen will. Ob das jedoch von Erfolg gekrönt ist, muss sich erst zeigen, wenn das Spiel auf die breite Masse losgelassen wird. An diesem Haifischbecken haben sich schon ganz andere Firmen die Zähne ausgebissen. Gegen League of Legends, Dota 2 und Co. zu bestehen ist nämlich alles andere als einfach. Wir haben uns das Game trotzdem mal genauer ansehen.

Einmal quer durch alle Spiele

In Master X Master treffen allerlei Figuren der verschiedensten Universen der NCSoft-Spiele aufeinander. Auf den ersten Blick wirkt das Geschehen sehr wie Heroes of the Storm oder Super Smash Bros. Es werden alle möglichen Charaktere zusammengewürfelt und in die Arena geschickt. Wir durften uns zu Spielbeginn für Heroen aus Lineage 2, Guild Wars oder auch Aion entscheiden. Ihr habt richtig gelesen: Charaktere! Eine Besonderheit von Master X Master ist nämlich die Tatsache, dass wir stets mit zwei Spielfiguren in die Schlacht ziehen, zwischen denen wir innerhalb der Kämpfe wechseln dürfen. Ein weiterer Unterschied zu anderen Genrevertretern besteht in der Präsentation der Lobby, in der wir uns für eine Spielart entscheiden und Kontakte zu anderen Mitstreitern knüpfen. Diese ist kein einfaches Menü, sondern eine kleine 3D-Umgebung, in der wir uns mehr oder weniger frei bewegen können.

Klassisches MOBA mit frischen Ideen

Der eigentliche Spielaufbau ist anderen Genrevertretern extrem ähnlich. Im Hauptspielmodus geht es ganz klassisch zu. Eine Map mit drei Hauptwegen führt zum jeweils anderen Hauptbauwerk, das zerstört werden muss, Dschungel, Verteidigungstürme und Minions inklusive. Klingt vertraut und nicht sonderlich innovativ. NCSoft versucht Master X Master daher mit einigen speziellen Dingen aus der Masse abzuheben. So können wir während eines Matches per Dreh am Mausrad zwischen unseren gewählten Charakteren hin- und herspringen. In harten Gefechten kann uns diese Mechanik durchaus helfen, noch einmal von der Klinge zu springen. Damit dieses Feature nicht missbraucht wird gibt es eine gewisse Abklingzeit zwischen den Aktionen. Zusätzlich können wir übergroße Monster beschwören, die dann eine gewisse Zeit an unserer Seite kämpfen und nicht so ein Fallobst darstellen wie die zahlreichen Minions. Wer sich übrigens gegen die übliche Maussteuerung entscheidet und lieber dank Tastatur und mittels WASD seine Charaktere umherschickt, erfährt ein etwas anderes Spielgefühl; vergleichbar mit Alien Swarm.

So schaut's im Dschungel aus.

Es gibt auch einen Story-Modus

Zusätzlich bietet Master X Master noch weitere Spielmodi. Wir können uns unter anderem in 3-gegen-3-Kloppereien ohne großes Abtasten sofort die virtuellen Kauleisten zertrümmern. Ausgefeilte taktische Manöver sind dabei vorerst nicht zu erwarten. Wer hier auch nur zögert, bekommt umgehend die Quittung. Das mussten wir schmerzhaft am eigenen Leib erfahren. Etwas anders sieht es im PvE-Modus aus, den wir mit Freunden oder allein durchlaufen. Hier wird uns eine kleine Geschichte präsentiert, währenddessen wir uns durch zahlreiche Gebiete kämpfen und versuchen, die gegnerische KI auszutricksen. Wie pompös die Story präsentiert wird, stand zu unserem Anspieltermin noch nicht fest. Außer ein paar Kamerafahrten in Echtzeit war noch nichts davon zu sehen. Im Gegensatz zu einigen Minispielen, mit denen wir uns im Memory-Style einige Items und Perks erspielen durften.

Einschätzung:

Master X Master erfindet das Rad nicht neu, aber der Titel hat bei uns einen soliden Eindruck hinterlassen. Die Grafik überzeugt und die Features sowie Mechaniken verleihen dem Spiel einen überraschend frischen Anstrich. Die Frage ist nur, ob das und die Strahlkraft der NCSoft-Marken ausreichen, um in diesem Genre Fuß zu fassen. Das von uns Gesehene macht zwar Spaß, aber der Kick, um das Spiel zu einem Most-Wanted-Titel zu machen, hat noch gefehlt. Allerdings dauert es bis zum Release noch ein wenig, so dass die Entwickler noch an den notwendigen Stellschrauben drehen können.

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