Aus dem Tagebuch eines angehenden Pokémon Trainers - Teil 2

Zum ersten Teil des Tagebuchs!

So langsam wird es!

Nachdem ich begriffen habe, wie der Hase läuft, gestalteten sich die folgenden Tage immer nach dem gleichen Muster: App starten, beim Pokéstop Bälle, Tränke und mehr abgreifen und Pokémon fangen. Das mag zwar recht langweilig klingen, aber die Befriedigung ein Monster zu fangen, welches etwas seltener auftaucht, ist unglaublich schön. Der Hype um das Spiel ist außerdem so groß, dass man schnell mit anderen Nachwuchstrainern ins Gespräch kommt. So etwas ist mir vorher noch nie passiert, und dass obwohl es bislang eigentlich keine echten Interaktionsmöglichkeiten mit anderen Spielern gibt. Als Besitzer eines Nintendo 3DS und StreetPass-Fan kennt man dieses Phänomen im Ansatz, aber die Hemmschwelle andere anzusprechen, ist doch um einiges größer mit einem reinen Spielehandheld in der Flosse. Mit dem Smartphone wirkt man nicht so nerdig und verschroben und kommt direkt mit anderen Spielern ins Gespräch. Ich habe während meines Urlaubs mit den unterschiedlichsten Personen über Pokémon gefachsimpelt. Sonst passiert mir das nur auf der gamescom, aber dank Pokémon GO habe ich mich mit wildfremden Menschen unterhalten, die vermutlich wenig bis gar nicht spielen. Diese soziale Komponente verleiht dem Spiel das gewisse Etwas. Ich habe nach kurzer Zeit gleich erkannt, wer gerade auf der Jagd ist und wer das Smartphone traditionell nutzt.

Endlich in die Arena!

Mit steigendem Level begann ich endlich bessere und stärkere Pokémon zu fangen. Nun war ich in der Lage, in einer Arena mitzumischen. Ich habe mir einfach mein stärkstes Pokémon geschnappt, es entweder mit in eine gelbe Arena gestopft oder, wenn kein Platz mehr vorhanden war, es gegen andere Monster meines Teams trainieren lassen. Kämpfe gegen andere Teams habe ich mir natürlich auch gegeben, aber diese haben nichts mit dem klassischen Pokémon-Gameplay zu tun. Ich komme einfach besser mit den rundenbasierten Kämpfen zurecht, als möglichst schnell zu tippen und zu wischen, um anzugreifen oder auszuweichen. Zumal ich nicht mehr ganz im Kopf habe, welche Pokémon gegen andere einen Vorteil besitzen und welche nicht. Ein, zwei Arenen konnte ich aber dennoch für mich und mein gelbes Team einnehmen. Diese Freude war allerdings meist nur von kurzer Dauer, denn die Arenen an meinem Urlaubsort waren derart heiß umkämpft, dass sich die Besitzerteams mehrfach pro Stunde abgewechselt haben. Ich habe mich selbst dabei ertappt, wie ich im strömenden Regen draußen stand, nur um eine Arena einzunehmen, weil diese nicht so stark besetzt war. Etwas Vergleichbares ist mir vorher noch nie passiert.

Laufen ist nicht mein Ding!

Selbstverständlich habe ich mich mit den diversen Items im Spiel beschäftigt. Bei meinen zahlreichen Arenakämpfen und Trainingseinheiten ist mir aufgefallen, wie schnell sich mein Trankvorrat dem Ende entgegen neigt. Da man die Heil-Items jedoch nur an Pokéstops, gegen Geld oder beim Levelaufstieg erhält, hatte ich ständig Nachschubprobleme. Zumal ich das Gefühl habe, dass ich an Pokéstops immer die Items bekomme, die ich gerade nicht benötige. Mit Himmihbeeren kann ich mittlerweile um mich werfen wie mit Konfetti. Eier, die ich durch lange Spaziergänge ausbrüte (ja, es ist so kurios, wie es sich anhört…) bekomme ich dagegen nur sehr selten. Zudem bin ich nie weiter als einen Kilometer am Tag gelaufen, so dass sich die Benutzung dieses Features eher in Grenzen hielt. Ich muss jedoch zugeben, dass ich dadurch ein Schiggy sowie ein Pinsir erhalten habe, die es an meinem Aufenthaltsort gar nicht gegeben hat. Auf Lockmodule und Düfte konnte ich bislang weitgehend verzichten, da ich es in den 14 Tagen allen Ernstes geschaffte habe, sämtliche Pokémon in meiner Nähe zu fangen. Lockmodule wurden zudem von anderen Spielern so oft eingesetzt, dass ich nicht einmal in die Versuchung gekommen bin, selbst eines zu nutzen.

Abschlussbericht nach 2 Wochen:

Was bleibt nach 14 Tagen intensiven Spielens? Pokémon GO macht Spaß, keine Frage, und es ist sozialer als jedes Spiel, was ich zuvor gespielt habe. Allerdings sind die Möglichkeiten noch sehr begrenzt. Im Prinzip kann ich nur drei Dinge tun: Pokémon fangen, in einer Arena spielen und Eier ausbrüten. Mehr geht noch nicht und dennoch macht das Spiel unglaublich süchtig, denn gerade das Erkunden und Fangen ist unfassbar befriedigend, besonders wenn man dabei mit anderen Spielern in Kontakt kommt. Wie wird das wohl erst, wenn Niantic die Tauschfunktion nachliefert und den Arenen mehr Tiefgang verleiht? Darauf bin ich bislang am meisten gespannt. So, jetzt muss ich wieder los, denn in meiner Sammlung befinden sich noch kein Pikachu, kein Mew und kein Zapdos. Irgendwo werde ich die schon finden.

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