Aus dem Tagebuch eines angehenden Pokémon Trainers - Teil 1

Vor gut drei Wochen ist Pokémon GO in Deutschland erschienen und hat einen beispiellosen Hype ausgelöst. So ziemlich alle Medien berichten über das Spiel und die streckenweise kuriosen Auswüchse, die daraus resultieren. Da gehen Spieler nachts auf die Jagd, achten nicht auf ihre Umgebung oder knüpfen spontan soziale Kontakte. Diese Liste ließe sich noch endlos lang weiterführen, denn jeder will von dem Trubel rund um die App profitieren. Doch wird das Spiel diesem Hype eigentlich gerecht?

Es traf sich gut, dass ich pünktlich zum Launch von Pokémon GO meinen wohlverdienten Sommerurlaub angetreten habe. Pokémon fangen im Urlaub - gibt es etwas Besseres? Kleiner Scherz! Ich bin Pokémon-Spieler der ersten Stunde. Angefangen hat meine Leidenschaft mit der roten Edition für den ersten Game Boy. Die Älteren werden sich bestimmt erinnern. Ich habe dieses Spiel rauf und runter gespielt, bis ich alle Pokémon gefangen hatte, alle bis auf Mew. Leider. Danach hat zwar mein Interesse an der Marke nicht aufgehört, aber zahlreiche Kinofilme und Spiele sowie Merchandising-Produkte waren mir einfach zu viel. Erst mit Pokémon Y entfachte die Leidenschaft wieder erneut.

Einmal war ich Teil des Arena-Teams.

Was mache ich hier eigentlich?

Nun bin ich wahrlich kein Freund von Spielen für Smartphones. Ich benutze das Gerät immer noch primär zum Arbeiten und Kommunizieren. Außerdem hat man es als Windows 10 Mobile Nutzer sowieso etwas schwieriger. Also hat mein Chef mir vor dem Urlaub ein Android-Gerät samt Pokémon GO in die Hand gedrückt, damit ich nicht nur fett und faul in der Sonne liege. „Super Idee…“ dachte ich zunächst. Ich soll in meinem Urlaub also arbeiten. Jetzt, in der Nachbetrachtung, muss ich allerdings zugeben, es hat verdammt viel Spaß gemacht.

Nachdem ich mir meinen Charakter in Pokémon GO erstellt habe, stand ich vor der ersten wichtigen Entscheidung. Welches sollte mein Starter-Pokémon werden? Glumanda, Schiggy oder Bisasam? Ich habe mich, wie schon vor 20 Jahren, für Bisasam entschieden. Vielleicht nicht die populärste Entscheidung, aber immerhin meine. Als nächstes stand auf meinem Tagesplan erst einmal das Verstehen der App an sich. Was gibt es für Optionen, was kann ich eigentlich machen? Okay, es gibt einen Pokédex, ein Item-Menü und eine Übersicht, welche Pokémon ich bereits gefangen habe sowie einige Statistiken. Außerdem kann ich Pokéstops abgrasen und dort Items wie Pokébälle, Eier oder Tränke abgreifen. Arenen stehen einem erst ab Level 5 offen. Also bin ich direkt losmarschiert und habe mich auf die Jagd begeben. Gar nicht so einfach, wenn man eigentlich nur am Strand liegen will. Zum Glück befanden sich auf dem Weg von der Unterkunft bis zum Strand diverse Pokéstops und mehrere Arenen. Weit laufen musste ich zum Glück nie.

Mein Team - Meine Berufung!

So habe ich die ersten Tage lediglich damit verbracht Items einzusacken und Pokémon zu fangen. Vormittags ein paar Raupis, unzählige Taubsis und einige Rattfratz‘. Je nach Tageszeit sind dann auch mal andere Viecher aufgetaucht wie ein Evoli oder ein Karpador (Genauso unnütz wie damals!). Allgemein habe ich an der Küste einige Wassermonster gefangen. Macht ja irgendwie Sinn. Dann war es endlich so weit. Ich habe Level 5 erreicht. Nur welchem Team sollte ich mich jetzt anschließen? Dem roten Team Wagemut (mit Teamleiter Candela), dem blauen Team Weisheit (Blanche) oder Team Intuition (gelb) von Spark? Entgegen aller Ratschläge von Kollegen und Freunden fiel meine Wahl auf Team Intuition. Jetzt standen endlich die ersten Arenakämpfe an. Das war zumindest meine Vorstellung, aber mit meinen verpimperten Pokémon, mein Stärkstes war zu diesem Zeitpunkt Enton mit 128 WP, lässt sich natürlich kein einziger Stich gegen Monster mit einem Wert von weit über 1500 machen. Bis mir das jedoch klar wurde, habe ich unzählige Pokémon verbraten. Zudem hat es irgendwie den Anschein, dass Team Gelb stark unterbesetzt ist. In 90 Prozent der Fälle musste ich versuchen, allein eine Arena „leer zu räumen“. Ich begann meine Strategie zu überdenken. Fünf Minuten auf dem Weg zum Strand sind wahrlich nicht genug, um in Pokémon GO erfolgreich zu sein.

Diese Wahl will gut überlegt sein.

Was ich sonst noch alles erlebt habe, lest ihr in Teil 2.

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