Klondike Test: Bauernhofglück im kalten Alaska

Farmspiele gibt es wie Sand am Meer oder eben Felder auf einem Bauernhof. Doch was ist, wenn das ganze Spielprinzip mal nicht auf eine gewöhnliche Farm in Europa beziehungsweise in der gemäßigten Klimazone unserer Erde angewandt wird, sondern das Geschehen im hohen Norden, im kalten Alaska spielt? Genau diesen Schritt geht das kostenlose Browserspiel Klondike aus dem Hause Plinga. Der Publisher lässt euch in dem Aufbautitel zwar auch eine Farm errichten, doch das Spiel hat noch mehr als das zu bieten und setzt sich eben aufgrund seines Szenarios von der Masse der Bauernhofsimulationen ab.

Vatersuche im hohen Norden

Wie kommt es eigentlich, dass ihr in Klondike in Alaska euer Glück als Farmer versucht? Es ist ja nicht so, als wäre der nördlichste Bundesstaat der USA der perfekte Ort für jeden, der seinen Unterhalt mit dem finanzieren will, was die Natur ihm gibt. Der Grund ist euer Vater, der in seinem Leben viel gereist ist. Irgendwann führte ihn sein Weg nach Alaska. Dort verschwand er eines Tages. Euer Vater ließ nichts mehr von sich hören. Das einzige, was ihr als Hinweis habt, ist ein Brief. Daher macht ihr euch auf in den Norden Amerikas und beginnt mit der Suche. Doch das Land dort zu durchqueren, ist keine leichte Aufgabe und bedarf einiger Ressourcen. Also bestellt ihr ein eigenes Stück Land und baut euch eine Existenz in Alaska auf.

Obst- und Gemüsefelder sind eine der Grundlagen eurer Farm in Klondike.

Auf eurem Grundstück angekommen, beginnt auch gleich der Arbeitsalltag. Ihr baut Steine ab, rupft Gras und legt Felder an, auf denen ihr allerlei pflanzliche Produkte anbaut. Dazu gehören zum Beispiel Erdbeeren, Bohnen, Möhren, Paprika oder auch Wassermelonen. Damit ihr nicht ziellos vor euch hin rackert, führt euch Klondike mit Quests durch das Spielgeschehen. Dadurch habt ihr stets eines oder mehrere Ziele vor Augen und wisst immer, was zu tun ist. Das ist nicht nur eine gute Orientierungshilfe für Einsteiger, sondern motoviert natürlich auch aufgrund der Belohnungen, die die Aufträge einbringen.

Höheres Level, mehr Möglichkeiten

Selbstverständlich stehen euch aber nicht von Beginn an alle Optionen zur Verfügung. Wie so viele andere Farmspiele auch, sind die Inhalte von Klondike an Levels gekoppelt. Für jede Aktion erhaltet ihr Erfahrungspunkte, die ihr in Form von Sternen selber einsammeln müsst, sobald eine Tätigkeit abgeschlossen ist. So steigt ihr nach und nach im Level auf und schaltet damit immer mehr unterschiedliches Saatgut, Gebäude, Dekorationen oder Tiere frei.

Sterne sind gleichzusetzen mit Erfahrungspunkten. Ihr solltet sie also in jedem Fall einsammeln.

Erfüllt ihr die Stufenvoraussetzung für ein Objekt, könnt ihr es auf dem Markt von Klondike mit Münzen, also der normalen Spielwährung, kaufen. Wer will, kann die einzelnen Waren, Tiere und Häuser aber auch schon mit Smaragden freischalten, bevor das nötige Level erreicht wurde. Bei den Edelsteinen handelt es sich um die kostenpflichtige Premiumwährung im Spiel. Ungeduldige Spieler können diese Möglichkeit nutzen, alle anderen spielen sich die Inhalte im Verlauf ihre Abenteuers kostenlos frei. Diesbezüglich ist das Geschäftsmodell von Klondike sehr fair.

Es gibt jedoch einen Punkt, bei dem ihr vom Spiel schon sehr dazu „motiviert“ werdet, Geld auszugeben: Jede Aktion in Klondike kostet euch nämlich Energie. Die lädt sich zwar nach Verbrauch automatisch wieder auf, aber wenn ihr längere Zeit am Stück spielen und nicht lange tatenlos dasitzen wollt, ist die Energieleiste recht schnell leer. Wer immer wieder mal am Tag für ein paar Minuten reinschaut, den wird das Energiesystem nicht stören. Bei längeren Spiel-Sessions kann es aber doch hier und da zu Zwangspausen kommen – es sei denn, ihr zahlt Geld.

Im Spielverlauf wächst eure Farm immer weiter und wird fast schon zu einem kleinen Dorf.

Hinaus in die Welt!

Wenn ihr nun gedacht habt, dass ihr in Klondike die ganze Zeit nur auf eurer Farm zugange seid, wollen wir euch eines Besseren belehren: Schließlich war da ja immer noch die Sache mit eurem Vater. Und den werdet ihr wohl kaum finden, wenn ihr ständig nur auf euren Feldern arbeitet oder Steine kloppt. Also gilt es, Expeditionen durch das Land zu unternehmen und dabei Orte wie das Diamantenland oder die „Polar-Side“ zu erkunden. Klondike hat jede Menge abwechslungsreiche Schauplätze zu bieten, so dass nicht nur aufgrund der vielen Bauoptionen auf eurer Farm für Langzeitspaß gesorgt ist.

Damit ihr durch Alaska reisen könnt, müssen zunächst einige Vorbereitungen getroffen werden. So benötigt ihr anfangs ein Zelt und eine Kerosinlampe. Beides stellt ihr in eurer Scheune aus den jeweils nötigen Materialien her. Außerdem müsst ihr euch um eure Schlittenhunde kümmern. Denn ihr erkundet die kalte Region nicht mit dem Auto oder gar Hubschrauber, sondern reist ganz klassisch mit einem Schlitten durch Alaska. Die Hunde müssen logischerweise mit Futter versorgt werden, das ihr in der Scheune fabriziert. Nur wenn die Tiere genug zu Fressen haben, könnt ihr auch Expeditionen durchführen. Je weiter ihr nach Norden vorstoßen wollt, desto mehr Futter ist notwendig. Außerdem verbessert ihr nach und nach euren Schlitten oder kauft größere Exemplare, um mehr Items transportieren und weiter reisen zu können.

Statt nur auf eurer Farm abzuhängen, erkundet ihr in Klondike unterschiedliche Gegenden.

Nette Optik, wenig stimmungsvolle Musik

Technisch mag Klondike niemanden ins Staunen versetzen, aber die comichafte 2D-Grafik hat in jedem Fall ihren Charme. Das Wichtige bei Spielen ist, dass sie ein stimmiges Gesamtbild erzeugen und genau das ist bei Plingas Browserspiel der Fall. Gebäude und Pflanzen sind detailliert gezeichnet und die Figuren sind allesamt animiert, auch wenn die Bewegungen sehr simpel und nicht immer flüssig ausfallen. Dennoch hat Klondike optisch mehr zu bieten als so manch anderes Browsergame.

Die Sound-Untermalung ist jedoch ein zweischneidiges Schwert: In Sachen Effekten merkt man, dass hier kein Riesenaufwand betrieben wurde, wie es bei größeren, teureren Produktionen der Fall ist. Doch viele Aktionen im Spiel haben passende Sounds und immer wieder mal hört ihr einen Specht klopfen oder einen Wolf heulen, was für Atmosphäre sorgt. In Sachen Musik präsentiert sich euch in Klondike ein Klangerlebnis, das sich perfekt als Hintergrundbeschallung eignet. Es passt einfach wunderbar zum Spielgeschehen und sorgt für durchgehend gute Laune. Leider hört man sich recht schnell satt an der Musik, denn sie wiederholt sich ständig, so dass wir den Sound beim Testen doch recht schnell auf stumm geschaltet haben. Irgendwann geht einem schließlich auch der beste Song auf die Nerven, wenn man von vorne bis hinten nichts anderes zu hören bekommt.

  • Auf der nächsten Seite findet ihr unsere Bewertung zu Klondike!

Wertung

Natürlich gibt es in Klondike auch richtige Winterlandschaften.

Grafik:Die 2D-Optik von Klondike bietet detaillierte Gebäude und Pflanzen und animierte Figuren. Das haut zwar niemanden aus den Socken, das Gesamtbild ist aber äußerst stimmig, so dass man sich seine Farm auch einfach gerne anschaut.
Sound:Die Hintergrundmusik passt wunderbar zum ruhigen Spielgeschehen und weiß eigentlich auch zu gefallen. Leider gibt es nur ein Musikstück, was auf Dauer dann doch nervt. Zum Glück könnt ihr aber auch nur die Musik abstellen und dann den ordentlichen Sound-Effekten lauschen, die für die passende Atmosphäre sorgen.
Umfang:Klondike hat jede Menge unterschiedliche Gebäude, Pflanzen, Tiere und Dekorationen zu bieten, so dass ihr euch beim Aufbau eurer Farm richtig austoben könnt. Und dann wären da noch die zahlreichen Orte, die ihr auf euren Expeditionen erkundet. Klondike bietet also Spielspaß für etliche Stunden.
Spielspaß:Klondike bietet mehr als genug Inhalt und eine solide Spielmechanik, um Fans von Farmspielen zu begeistern. Das ungewöhnliche Setting und die Abwechslung durch die Expeditionen sind die Alleinstellungsmerkmale des Titels. Dank der Quests finden sich Einsteiger gut zurecht und auch für erfahrene Spieler stellen sie einen wichtigen Motivationsanreiz dar.
Free-to-Play-Balance:Mit der Premiumwährung, den Smaragden, können sich ungeduldige Spieler schon vorab Inhalte freischalten, die sie sonst erst auf höheren Stufen bekommen könnten. Das ist okay. Weniger gut ist die Energiemechanik: Wer länger am Stück spielt, wird so oftmals zu Pausen gezwungen oder muss Geld ausgeben. Wenn ihr Klondike aber immer nur für wenige Minuten spielt, bereitet euch dieses System keine Probleme.
Pro
Unverbrauchtes Alaska-Szenario
Charmante Optik
Expeditionen sorgen für Abwechslung
Quests erleichtern den Einstieg
Contra
Die immer gleiche Musik wird auf Dauer langweilig
Energiesystem bremst motivierte Spieler aus

3.5/5 Sterne

Fazit

Klondike mag spielerisch vielleicht nicht viel anders machen als sonstige Farmspiele. Die grundlegenden Mechaniken kennt ihr schon aus anderen Vertretern des Genres. Wodurch sich der Titel von der Konkurrenz absetzt, ist das doch recht ungewöhnliche Szenario. In so vielen Spielen bestellt ihr auf Bauernhöfen, wie es sie bei uns in Deutschland gibt, Felder und züchtet Tiere. Dazu bildet das kalte Alaska einen sehr schönen Gegensatz. Uns gefällt auch die Idee, dass ihr nicht nur auf eurem Hof abhängt, sondern auch das Umland erkundet. Klar, nicht alles an Klondike ist toll: Die Sache mit der Energie ist eine nervige Free-to-Play-Mechanik und dass es nur ein Musikstück gibt, ist enttäuschend. Aber gerade dann, wenn ihr Browserspiele wie Klondike sowieso eher in der kurzen Mittagspause zockt und nicht als abendfüllende Unterhaltung betrachtet, macht der Titel viel Spaß und motiviert auch auf lange Sicht.

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